Zukunft
© Andrea Bienert
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:: Bravo, Herr Bundespräsident und weiter so!
Als Horst Köhler bei seiner ersten Rede den starken Satz sagte: "Für mich entscheidet sich die Menschlichkeit unserer Welt am Schicksal Afrikas", dachten viele, damit wolle der neue Bundespräsident seine Kritiker beruhigen, zu denen auch ich gehörte. Köhler schien mir als ehemaliger Chef des Internationalen Währungsfonds eher ein Teil des Problems der Armut in der Dritten Welt als eine Hilfe zu deren Lösung.
Nun aber schlägt der Bundespräsident bei seiner insgesamt siebten Afrikareise (seiner ersten als Bundespräsident) kritische Töne an, die sowohl in Afrika wie in Europa für einen diplomatischen Politiker neu, ja geradezu sensationell sind. Er spricht Klartext. Deutschland müsse endlich 0,7 Prozent seines Bruttosozialproduktes für Entwicklungshilfe ausgeben wie seit 30 Jahren versprochen, aber erst zu einem Drittel erreicht (0,28 Prozent).
Er fordert aber in deutlichen Worten afrikanische Politiker in ihrem Beisein auf, endlich ernsthaft gegen Korruption vorzugehen und Eigenverantwortung zu übernehmen. Sonst werde Afrika "nie sein Glück finden", wenn "das Geld nie von außen kommt". Einigen zuhörenden Journalisten und afrikanischen Politikern verschlug es den Atem - sie waren bei dieser doppelten Kritik schlicht sprachlos.
Köhler will mehr und rechtzeitig "humanitäre Aktionen". "In Dafur kommt der Einsatz aber leider relativ spät. Morde, Vertreibung und Vergewaltigungen lassen sich dadurch nicht ungeschehen machen." Eine genauso große Tragödie wie in Dafur bahnt sich in diesen Tagen im Kongo an bereits 250.000 Menschen sind auf der Flucht. Endlich ein Politiker, der um die Probleme nicht mehr unsäglich herum redet, sondern Klartext spricht. Das wird wirken. Weiter so, Horst Köhler und ein Bravo!
Er fordert aber in deutlichen Worten afrikanische Politiker in ihrem Beisein auf, endlich ernsthaft gegen Korruption vorzugehen und Eigenverantwortung zu übernehmen. Sonst werde Afrika "nie sein Glück finden", wenn "das Geld nie von außen kommt". Einigen zuhörenden Journalisten und afrikanischen Politikern verschlug es den Atem - sie waren bei dieser doppelten Kritik schlicht sprachlos.
Köhler will mehr und rechtzeitig "humanitäre Aktionen". "In Dafur kommt der Einsatz aber leider relativ spät. Morde, Vertreibung und Vergewaltigungen lassen sich dadurch nicht ungeschehen machen." Eine genauso große Tragödie wie in Dafur bahnt sich in diesen Tagen im Kongo an bereits 250.000 Menschen sind auf der Flucht. Endlich ein Politiker, der um die Probleme nicht mehr unsäglich herum redet, sondern Klartext spricht. Das wird wirken. Weiter so, Horst Köhler und ein Bravo!
Quelle:
Franz Alt 2004
Franz Alt 2004
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